Ich bin zwar Gnome-Fanboy, aber dass der Einsatz von KDE-Gründer Matthias Ettrich für Freie Software und damit für die Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wird, das begrüße ich ausdrücklich:
Der Initiator der freien Benutzeroberfäche K Desktop Environment (KDE) Matthias Ettrich hat am Freitag in Berlin das Bundesverdienstkreuz erhalten. Mit der höchsten deutschen Anerkennung für das Allgemeinwohl wurde sein Engagement im Bereich der Open-Source-Software ausgezeichnet.
Natürlich habe ich es verpasst, ubuntuusers.de zum Geburtstag zu gratulieren. Schande über mich.
Mir persönlich hat ubuntuusers.de sehr viel gebracht. Ich war lange Zeit Moderator, zwischendurch Projektleiter, und bin nach wie vor Mitglied – wenn auch momentan inaktiv.
Trotz alledem: ohne ubuntuusers.de hätte ich nicht so leicht zu Ubuntu gefunden. Gäbe es ubuntuusers.de nicht, man müsste es erfinden.
Auf die nächsten 5 Jahre! Alles Gute!
An einer anderen Stelle habe ich ein paar Zeilen zum „Leistungsschutzrecht für Verlage“ geschrieben. Das streift Ubuntu nur am Rande, hat jedoch viel mit Internet und dem ganzen Drumherum zu tun.
[Kommentare bitte dort.]
Der durchschnittliche Gadget-liebende Linuxer hat im Allgemeinen auch Interesse an supertollen Smartphones, um die Welt an seinem Leben teilhaben zu lassen. Mittlerweile macht fast jeder Hersteller, der etwas auf sich hält, irgendwas mit diesem „Linux“-Dingens. Das wirft automatisch die Frage auf: welches Smartphone hätten’s denn gern? Das mit so großen Vorschusslorbeeren ausgestattete OpenMoko ist leider als klassischer FAIL (Schlag ins Wasser) anzusehen – bitter, aber wahr.
Der Platzhirsch auf dem Markt ist Apples iPhone. Der normale Linuxer weist das Ansinnen, ein hoffnungslos überteuertes Gerät zu kaufen, das zudem auch noch ultra-proprietär ist, im Normalfall empört zurück. Doch Gerüchten zufolge soll es Ubuntu-Freunde geben, die sich am iPhone erfreuen. Ich verurteile das natürlich aufs Schärfste.
Googles Android-Plattform scheint das nächste „big thing“ zu sein: freie Software, alles ist möglich, sogar das Unmögliche. Allein, ich höre die Kritiker aufschreien: Datenkrake Google schlägt zu. Die totale Ausspähung der Nutzer ist nahe. Wir werden durchsichtiger als reinstes Kristallglas. Schäuble reibt sich die Hände! Leider ein guter Punkt. Google weiß tatsächlich unglaublich viel über seine Nutzer.
Der neue Player in der Nachbarschaft: das Palm Pre, basierend auf dem webOS von Palm. Ebenfalls mit Linux-Kernel – aber dennoch nicht offen und frei. Sondern proprietär. Dafür aber ziemlich günstig käuflich zu erwerben. Bissl Linux, bissl proprietär, bissl günstig – reicht das?
RIM und dessen BlackBerrys gibt es natürlich nach wie vor. Aber irgendwie sind die zu professionell und haben nicht dieses nerdige Gadget-Feeling.
Ich tendiere zu einem Samsung Galaxy mit Android-Plattform – was meinen die werten Leserinnen und Leser?
Und, auch ein wichtiger Punkt: welches Produkt arbeitet am besten mit Linux/Ubuntu zusammen?
Spiegel Online meint: „Die Zeit der Religionskriege um das einzig wahre Betriebssystem für den Computer ist vorbei.“ Da habe ich aber, wie Dirk, andere Erfahrungen gemacht.
An meiner Ablehnung der Office-2007-Oberfläche „Ribbon“ hat sich nichts geändert – leider scheint OpenOffice.org diese kopieren zu wollen. Warum man diesen Schritt geht, weiß ich nicht wirklich; ich vermute, um Firmen den Umstieg von Office 2007 zu OpenOffice.org leichter zu machen. Die aktuelle Oberfläche von OpenOffice.org ist nun nicht gerade ansprechend, das mag richtig sein – aber sie funktioniert und hat sich bewährt. Ich könnte mir vorstellen, dass das Projekt geforkt wird, wenn der Umstieg auf eine „Ribbon“-artige Oberfläche derart radikal umgesetzt wird, wie es anscheinend geplant ist.
PS: Dieses Blog war eine ganze Weile klinisch tot – hoffentlich bessert sich das nun wieder.
Mal wieder ein bisschen Tellerrand-Busting: der nun folgende Beitrag hat nicht wirklich etwas mit Ubuntu zu tun. Aber mit Microsoft, und das ist ja auch irgendwie ok und passend.
Hotmail, der berühmt-berüchtigte Mailknast von Microsoft, wurde ein wenig geöffnet. Es ist jetzt möglich, die alten E-Mails, auf die man nicht verzichten kann, per POP3 runterzuladen. Eine gute Idee ist es, dies via Google Mail zu erledigen, da man dann auch per IMAP Zugriff auf die alten Mails hat.
Google-Mail-Account-Reiter aufrufen.
Hotmail-Daten eintragen:
Nutzername: komplette E-Mail-Adresse
Passwort: Hotmail-Passwort
POP-Server: pop3.live.com
Port: 995
Wichtig: Die Option „Verwenden Sie zum Abrufen Ihrer Mails immer eine sichere Verbindung“ ist notwendig.
Sinnvoll ist es, die Label-Funktion zu verwenden, um die alten Mails filtern zu können.
Tipp gefunden im Google Operating System Blog.
Wie auf einer internen Mailingliste des Ubuntu-Projektes momentan zu lesen ist, sind die Ubuntu-Entwickler höchst unzufrieden über die mangelnde Achtung, die ihrem Projekt entgegen gebracht wird. Ein wütender Entwickler machte seinem Unmut Luft: „Wir machen Linux und Debian weltbekannt, und was ist der Dank? Beleidigungen!“ Mark Shuttleworth, der Gründer von Ubuntu und Weltraumtourist, scheint jetzt genug von dem ewigen Streit zu haben:
We’ll switch to a Red Hat based Ubuntu, that’s for sure. I’m sure the developers will do their best to make it happen as soon as possible.
Eine Entscheidung, mit der sich Shuttleworth sicherlich nicht nur Freunde machen wird: Debian wurde bisher immer als „rock, upon which Ubuntu is built“ bezeichnet – also eine mehr als unerwartete Entwicklung. Die Gründe für die Entscheidung sind indessen nachvollziehbar: im Gegensatz zu Debian wird Red Hat von einer kommerziellen Firma entwickelt und gewartet, die ständigen Fehlersuchen wie bei Debian fallen also weg.
Auch die aus Firmensicht sinnlose Bindung an den Debian-Gesellschaftsvertrag kann durch den Wechsel der Software-Basis umgangen werden; gerüchteweise soll auch der Ubuntu Code of Conduct wieder abgeschafft werden.
Erste inoffizielle Reaktionen von Debian-Entwicklern ließen nicht lange auf sich warten: „Ich bin froh, dass die Schmarotzer endlich weg sind“, verkündete ein Debian-Insider, der nicht namentlich genannt werden will. Eric S. Raymond, umstrittene Figur in der FLOSS-Szene, der vor einer Weile von Fedora zu Ubuntu gewechselt ist, äußerte sich entsprechend säuerlich: „Those bastards, I never ever wanted to use this bullshit Red Hat Fedora crap again – now I have to use Gentoo Linux, although I don’t know what a compiler is. Bastards!“
Richard Stallman, der Vater der GPL, macht seine Bewertung von einem einzigen Faktor abhängig: ob das auf Red Hat aufsetzende Ubuntu freier als das auf Debian aufsetzende Ubuntu sein wird: „I don’t really care which Linux distribution they use, as long as it’s free. Free as in freedom, not as in free beer, by the way. Free as in free beer would be very cool anyway.“
PS: Natürlich war das ein Aprilscherz. Hoffentlich hat es Euch soviel Spaß gemacht wie mir. :-)


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