Mal wieder ein bisschen Tellerrand-Busting: der nun folgende Beitrag hat nicht wirklich etwas mit Ubuntu zu tun. Aber mit Microsoft, und das ist ja auch irgendwie ok und passend.
Hotmail, der berühmt-berüchtigte Mailknast von Microsoft, wurde ein wenig geöffnet. Es ist jetzt möglich, die alten E-Mails, auf die man nicht verzichten kann, per POP3 runterzuladen. Eine gute Idee ist es, dies via Google Mail zu erledigen, da man dann auch per IMAP Zugriff auf die alten Mails hat.
Google-Mail-Account-Reiter aufrufen.
Hotmail-Daten eintragen:
Nutzername: komplette E-Mail-Adresse
Passwort: Hotmail-Passwort
POP-Server: pop3.live.com
Port: 995
Wichtig: Die Option “Verwenden Sie zum Abrufen Ihrer Mails immer eine sichere Verbindung” ist notwendig.
Sinnvoll ist es, die Label-Funktion zu verwenden, um die alten Mails filtern zu können.
Tipp gefunden im Google Operating System Blog.
Wie auf einer internen Mailingliste des Ubuntu-Projektes momentan zu lesen ist, sind die Ubuntu-Entwickler höchst unzufrieden über die mangelnde Achtung, die ihrem Projekt entgegen gebracht wird. Ein wütender Entwickler machte seinem Unmut Luft: “Wir machen Linux und Debian weltbekannt, und was ist der Dank? Beleidigungen!” Mark Shuttleworth, der Gründer von Ubuntu und Weltraumtourist, scheint jetzt genug von dem ewigen Streit zu haben:
We’ll switch to a Red Hat based Ubuntu, that’s for sure. I’m sure the developers will do their best to make it happen as soon as possible.
Eine Entscheidung, mit der sich Shuttleworth sicherlich nicht nur Freunde machen wird: Debian wurde bisher immer als “rock, upon which Ubuntu is built” bezeichnet – also eine mehr als unerwartete Entwicklung. Die Gründe für die Entscheidung sind indessen nachvollziehbar: im Gegensatz zu Debian wird Red Hat von einer kommerziellen Firma entwickelt und gewartet, die ständigen Fehlersuchen wie bei Debian fallen also weg.
Auch die aus Firmensicht sinnlose Bindung an den Debian-Gesellschaftsvertrag kann durch den Wechsel der Software-Basis umgangen werden; gerüchteweise soll auch der Ubuntu Code of Conduct wieder abgeschafft werden.
Erste inoffizielle Reaktionen von Debian-Entwicklern ließen nicht lange auf sich warten: “Ich bin froh, dass die Schmarotzer endlich weg sind”, verkündete ein Debian-Insider, der nicht namentlich genannt werden will. Eric S. Raymond, umstrittene Figur in der FLOSS-Szene, der vor einer Weile von Fedora zu Ubuntu gewechselt ist, äußerte sich entsprechend säuerlich: “Those bastards, I never ever wanted to use this bullshit Red Hat Fedora crap again – now I have to use Gentoo Linux, although I don’t know what a compiler is. Bastards!”
Richard Stallman, der Vater der GPL, macht seine Bewertung von einem einzigen Faktor abhängig: ob das auf Red Hat aufsetzende Ubuntu freier als das auf Debian aufsetzende Ubuntu sein wird: “I don’t really care which Linux distribution they use, as long as it’s free. Free as in freedom, not as in free beer, by the way. Free as in free beer would be very cool anyway.”
PS: Natürlich war das ein Aprilscherz. Hoffentlich hat es Euch soviel Spaß gemacht wie mir. :-)
Das Original mit Ernie von “Stromberg” kennen und lieben wir wohl alle:
Und anscheinend dachte man sich bei Microsoft: hey, das kommt gut an, das machen wir einfach mal nach! Bei La Red ist man nicht gerade begeistert über den platten Ideen-Diebstahl:
Nachahmung ist zwar die höchste Form der Verehrung – aber doch nicht so schlecht gemacht!
Wie schon mehrere Male in der Vergangenheit, hat ICQ erneut das ICQ-Protokoll geändert, so dass Nutzer alternativer Clients ausgesperrt werden, sofern sie kein Update installieren.
Ubuntu-Nutzer sind ebenfalls betroffen: die in Ubuntu 8.10 installierte Pidgin-Version 2.5.2 funktioniert derzeit nicht mit ICQ. Nutzer erhalten die Nachricht “Die Client-Version, die Sie nutzen ist zu alt. Bitte updaten Sie unter http://pidgin.im”. Unter Windows ist der Vorschlag schnell umzusetzen, unter Ubuntu jedoch mit Vorsicht zu genießen.
Wenn man ICQ nicht dringend benötigt, fährt man am besten, indem man auf ein Update der offiziellen Ubuntu-Quellen wartet. Wer es nicht abwarten kann, hat zwei Möglichkeiten: Pidgin selbst zu kompilieren oder auf ein Paket von getdeb.net zurück zu greifen.
Ich rate zu einem Getdeb-Paket, wenn es unbedingt sein muss – sauber kann es allerdings niemals sein, Fremdpakete zu installieren. Sinnvoller ist es, ausschließlich betreute Software zu installieren, von Quellen, denen man vertraut.
Die aktuelle Pidgin-Version 2.5.5 arbeitet wieder mit ICQ – bis zum nächsten Versuch von ICQ, Nutzer anderer Clients auszusperren. Wer sich also nicht erpressbar machen will, nutzt lieber XMPP/Jabber.
Im Gegensatz zur niedersächsischen Justiz, die ganze vorne dabei ist beim Verschwenden von Steuergeldern, geht man bei der franzöischen Gendamerie andere Wege: dort werden durch den Umstieg auf Ubuntu, OpenOffice.org und Firefox Millionen Euro eingespart.
Leider ist es so, dass nicht nur Linux.de, sondern auch Debian.org eher langweilig aussieht – auch wenn man Debian.org keinen Vorwurf in puncto Aktualität machen kann: top-aktuell ist die Seite immer. Leider sieht sie trotzdem so aus wie aus den Anfangsjahren des WWW – ein Missstand, den Stefano Zacchiroli, einer der Kandidaten für den Posten des Debian-Projektleiters, endlich beheben will:
We all want a sexier website, i.e., a website where people can find what they look for, and which does not make us look like Debian is an operating system of the 1980s. While work on the issue has been going on in the WWW team, we have not delivered visible improvements yet.
I intend to help the WWW team in order to solve the main issues within the term. While it will be pointless to set the precise technical goals in a platform, my intended course of actions will be as follows. All steps are meant to be performed in agreement with the WWW team.
Und auch wenn es natürlich der Sache nicht gerecht wird, Debian nur auf Debian.org zu verkürzen, da Debian eine der wichtigsten Linux-Distributionen der Welt ist: die Erneuerung von Debian.org sollte als eines der wichtigsten Ziele endlich in Angriff genommen werden.
Steve McIntyre, der aktuelle Projektleiter, der erneut kandidiert, erwähnt die Debian-Webseite in seiner Vorstellung nicht ein einziges Mal. Ein fatales Zeichen.
Debian ist zu wichtig, die Außendarstellung darf nicht in diesem Maße vernachlässigt werden. Ich hoffe deshalb, dass der nächste Debian-Projektleiter Stefano Zacchiroli heißen wird.

Ubuntu Certificate of Authenticity
(Entdeckt in Dirks Logbuch, die SVG-Version gibt’s in den Ubuntu-Foren.)
Die Linux Foundation übernimmt die Domain Linux.com, die bisher von Sourceforge verwaltet und mit Infos bestückt wurde. Noch steht nicht fest, wie Linux.com aufgebaut sein soll; zu diesem Zweck wurde ein “IdeaForge” eingerichtet, damit die Linux-Community ihre Gedanken und Ideen einbringen kann.
Die ersten grafischen Änderungen auf Linux.com lassen schon einmal Großes erhoffen: die Änderungen sind durchweg positiv.
- Das alte Linux.com
- Das neue Linux.com
- Linux.de
Linux.de hingegen ist nach wie vor ein Schandfleck. Man kann es nicht anders sagen. Wer zum ersten Mal von “Linux” hört und bei Google danach sucht, stößt bei Ergebnis 2 und 3 (Suchergebnis 1 ist wie so oft der entsprechende Wikipedia-Eintrag) auf diese mehr als hässliche Seite.
Aber Linux.de ist nicht nur extrem hässlich – es ist auch noch überaus veraltet. Bei den “Bezugsquellen” wird Ubuntu nicht einmal erwähnt, dafür aber nicht mehr existierende deutsche Linux-Distributionen.
Die Linux.de-Betreiber können die Verantwortung, die sie durch den Besitz der wertvollen Domain Linux.de haben, ganz offensichtlich nicht im notwendigen Maße erfüllen.
Warum also wenden sich die Linux.de-Betreiber nicht an die deutschsprachige Gemeinschaft, um Linux.de wieder auf Vordermann zu bringen?
Linux ist ein eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds. Die Domain Linux.de zu besitzen ist also kein Recht, sondern ein Privileg – dieses Privileg treten die Verantwortlichen von Linux.de jedoch tagtäglich mit Füßen.
WordPress.com hat ein neues wunderbares Theme im Portfolio: Vigilance von Jestro. Seit gestern das neue Gewand für den Ubuntu Observer.
Anmerkungen, Meinungen, Kommentare?
Lesenswerter Kurz-Essay von Sun-CEO Jonathan Schwartz über die Vorzüge, die Freiheit mit sich bringt:
From our vantage point, the spirit of “Live free or die” defines the future for all software, not just operating systems. Traditional proprietary software models, like traditional newspaper businesses, will slow as customers move to the cloud. Governments across the world, spurring economic activity with stimulus programs are already mandating or promoting open source software as a means of driving progress. Live free or die is a spirit spreading choice, technical independence and innovation – the revolution is well underway.





