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Lizenz-Missverständnis

26. Januar 2008

Erstaunlich, dass selbst Blogger der Open Source Initiative nicht verstehen, dass FLOSS-Lizenzen wie die GPL nicht dafür da sind, Nutzer zu gängeln. Der reine Nutzer muss sich nicht darum kümmern, welche Rechte er durch die GPL und BSD-artige Lizenzen erhält – darüber muss man sich erst Gedanken machen, wenn man vorhat, FLOSS-Programme zu bearbeiten und/oder zu verbreiten. Ebenso ist es falsch zu behaupten, dass der Wert von FLOSS primär in der Gemeinschaft liegt: natürlich ist die weltweite Entwicklergemeinde ein wichtiger Aspekt. Aber eben nicht der wichtigste: Copyleft-Lizenzen wie die GPL garantieren, dass ein Programm immer frei bleibt – jeder Nutzer ist somit in der Lage, dieses Programm selbst weiter zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen.

Auch eine „Beziehung“ zwischen Nutzer und Projekt ist nicht notwendig: natürlich ist es befriedigend zu wissen, dass viele verschiedene Personen von einem selbst geschriebenen Programm profitieren, aber dies ist kein hinreichender Grund, ein Programm frei verfügbar zu machen.

Bei Freier Software ging es immer um Freiheit. Wäre dies nicht der Fall, hätte Stallman nicht seinen Job beim MIT gekündigt und nicht die GPL geschrieben. Dies zu verneinen bedeutet nichts anderes, als Geschichtsklitterung zu betreiben.

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