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Kurz notiert: Pidgin-Nutzer können sich nicht mit ICQ verbinden

10. März 2009
tags: ,

Wie schon mehrere Male in der Vergangenheit, hat ICQ erneut das ICQ-Protokoll geändert, so dass Nutzer alternativer Clients ausgesperrt werden, sofern sie kein Update installieren.

Ubuntu-Nutzer sind ebenfalls betroffen: die in Ubuntu 8.10 installierte Pidgin-Version 2.5.2 funktioniert derzeit nicht mit ICQ. Nutzer erhalten die Nachricht „Die Client-Version, die Sie nutzen ist zu alt. Bitte updaten Sie unter http://pidgin.im“. Unter Windows ist der Vorschlag schnell umzusetzen, unter Ubuntu jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Wenn man ICQ nicht dringend benötigt, fährt man am besten, indem man auf ein Update der offiziellen Ubuntu-Quellen wartet. Wer es nicht abwarten kann, hat zwei Möglichkeiten: Pidgin selbst zu kompilieren oder auf ein Paket von getdeb.net zurück zu greifen.

Ich rate zu einem Getdeb-Paket, wenn es unbedingt sein muss – sauber kann es allerdings niemals sein, Fremdpakete zu installieren. Sinnvoller ist es, ausschließlich betreute Software zu installieren, von Quellen, denen man vertraut.

Die aktuelle Pidgin-Version 2.5.5 arbeitet wieder mit ICQ – bis zum nächsten Versuch von ICQ, Nutzer anderer Clients auszusperren. Wer sich also nicht erpressbar machen will, nutzt lieber XMPP/Jabber.

17 Kommentare leave one →
  1. zerwas permalink
    10. März 2009 02:37

    „Wenn man ICQ nicht dringend benötigt, fährt man am besten, indem man auf ein Update der offiziellen Ubuntu-Quellen wartet.“

    Dumm nur, dass dieses nicht kommen wird, da Ubuntu Pakete nicht aktualisiert, es sei denn, es handelt sich um sicherheitskritische Bugs. ;-)
    Man könnte also auch bis Ubuntu 9.04 Ende April warten.

    • 10. März 2009 12:03

      Doch: ICQ ist im Main-Bereich und wird mit Updates versorgt.

      • zerwas permalink
        10. März 2009 17:41

        Stimmt natürlich. Ich war gestern Abend nur so oft mit Leuten konfrontiert, die doch wirklich darauf beharrten, dass ja sowieso Pidgin 2.5.5 automatisch auf ihren Rechner kommt, dass ich das ein bisschen blöde ausgedrückt habe …

  2. zerwas permalink
    10. März 2009 02:44

    Übrigens, das Topic im Pidgin IRC-Kanal:

    Euroland, maybe others: ICQ is having problems, read the next message || „Latest“ version is 2.5.5, make sure you’re using it before seeking support || Read the FAQ at http://d.pidgin.im/wiki/FAQ || This is a PG channel || Pastebin: http://pidgin.im/nopaste || Pidgin does NOT support voice or video (Maiku: yet) || Crashing? It probably is musictracker or facebook

  3. 10. März 2009 05:48

    Letztes mal war es doch auch recht schnell (2-3 Tage) behoben. Solange kann ich gut darauf verzichten. Wichtiger wäre vielleicht endlich die Möglichkeit, User zu blockieren, damit man Spam etwas eindämmen kann ;)

    • martinooo permalink
      8. Juni 2010 16:01

      Seh ich auch so, ich habe das übrigens gar nicht gemerkt, da ich nur noch 2 Leute habe die ICQ verwenden, alle anderen habe ich inzwischen von XMPP überzeugt (auch euer gmx, web.de google oder facebook account kann für XMPP-Chat verwendet werden)

  4. Usul permalink
    10. März 2009 07:54

    Witzigerweise benutzen wir hier in der Firma auf dem Desktop noch Debian Etch mit Gaim 2.0.0Beta5 (also alt wie die Braunkohle), und ich habe keine Probleme. Heute nicht und schon der letzte Protokollwandel zog spurlos hier vorbei.

  5. Beleriand permalink
    10. März 2009 07:55

    Hi,

    wahlweise kann man auch einfach meebo.com nutzen. Es hat nicht alle Funktionen von Pidgin, aber das Wichtigste (chatten) klappt super. Und dafür muss man nicht mal was installieren.

    Grüße,
    Beleriand

  6. Detructor permalink
    10. März 2009 10:20

    ich verlink einfach mal auf christophs blog, der hat da eine sehr nette Lösung die um einiges „besser“ ist als eine andere Paketquelle o.ä. zu nehmen.

    -> http://christoph-langner.de/de/2009/03/pidgin-und-icq-die-never-ending-story/

  7. eeeeeeeeeeeee permalink
    10. März 2009 12:03

    Unsinn, ICQ will keine Drittclients aussperren.

    Die Protokolländerung war lange genug bekannt, Pidgin 2.5.5 gibt es schon eine ganze Woche. Somit kann Pidgin das neue Protokoll schon mindestens eine Woche (wenn nicht schon seit 2.5.4 oder gar 2.5.3).

    Das einzige, was passiert ist, ist, dass der Ubuntu-Verantwortlichen für dieses Paket („Canonical provides critical updates for pidgin until May 2010.“) geschlafen haben.

    P.S.: http://de.wikipedia.org/wiki/OSCAR_(Protokoll)

    • 10. März 2009 12:06

      Ich halte das nicht für Unsinn, sondern für Kalkül, um Pidgin-Nutzer wieder zum „echten“ ICQ-Client zu treiben.

      • eeeeeeeeeeeee permalink
        10. März 2009 12:09

        Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Allgemeine Pidgin-Nutzer haben doch gar keine Probleme. Unter Windows saugen sie einfach die neue setup.exe, unter Linux gibts bei vielen Distris längst updates.

        Nur Ubuntu-Nutzer haben Probleme.

        • 10. März 2009 12:30

          Natürlich haben Pidgin-Nutzer der neuesten Version keine Probleme; aber ich bin mir sicher, dass viele technisch nicht ganz so versierte Pidgin-Nutzer ziemlich genervt sind, wenn sie sich nicht mit ICQ verbinden können – und möglicherweise nicht auf die Idee kommen, ihr Programm zu aktualisieren. Und wieder auf den Original-ICQ-Client umsteigen.

          • eeeeeeeeeeeee permalink
            10. März 2009 12:39

            Pidgin meldet doch genau, dass man ein Update braucht. Und das Update gab es schon eine Woche VOR Protokollwechsel, für alle Leute mit funktionierendem Support tauchte also das Disconnect-Problem gar nicht erst auf.

            Das zuständige Cannonical-Team hätte das Problem auch ganz vermeiden können, wenn sie mal aufmerksam die Entwicklerdiskussionen (oder zumindest die Release Notes) von Pidgin verfolgt und gehandelt hätten – da war eine Woche Zeit.

            Nur damit du mich nicht falsch verstehst: Ich mag ICQ auch nicht besonders, in meiner Traumwelt benutzen auch alle Jabber. Aber solche dummen Lügen sind Kontraproduktiv im Wettbewerb der freien Standards gegen die marktbeherrschenden unfreien.

  8. Ronny permalink
    12. März 2009 20:04

    Klarstellung!!! Es ist nicht richtig, das nur Ubuntu -User Probleme haben. Ich nutze Redhat ES5.3 und Pidgin wurde aktualisiert. Ergebnis? Na es geht nicht. Warum weiss ich noch nicht, suche noch die Lösung.

    Nächste Sache: Es ist sehr wohl gewollt, dass Pidgin Benutzer und Co. auf die Schnau… fallen. Einfach mal die Bedingungen von ICQ lesen und dann mal den Mund halten. Es ist nur erlaubt, das Benutzer mit zertifizierter Anwendung das ICQ-Netzwerk nutzen. Pidgin und Co. gehören da nun mal nicht zu, da z.B. werbefrei.

Trackbacks

  1. oshelpdesk.org » Wenn man vom Teufel spricht «

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